Aujeszysche Krankheit

Medieninformation des Landkreises Ludwigslust-Parchim; 2017-12-15

Aujeszkysche Krankheit bei Wildschweinen – Gefahr für Jagdhunde

 

Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachung rät Hundeführern und Jägern zur Einhaltung von Hygieneregeln

 

Im Landkreis Ludwigslust-Parchim ist kürzlich ein Jagdhund an den Folgen der Aujeszkysche Krankheit verendet. Der für Menschen ungefährliche Erreger dieser Krankheit wird von Wildschweinen übertragen. Der Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachung des Landkreises appelliert in diesem Zusammenhang vorsorglich an Hundeführer bei Jagden und an Jäger, Hygieneregeln zu beachten.

Eine Reihe von Krankheitserregern am Tier haben die Eigenschaft auch den Menschen oder andere Haustiere erkranken zu lassen.  Beim Wildtier obliegt es in erster Linie dem Jäger, die Gesundheit des Wildtieres vor dem Erlegen und nach dem Aufbruch einzuschätzen. Einige Erkrankungen verlaufen jedoch unauffällig und sind am Wildtier kaum erkennbar, gerade für diese Fälle ist die Einhaltung von Hygieneregeln unabdingbar.

Dieser Sachverhalt gilt mitunter für die Aujeszkysche Krankheit beim Wildschwein. Diese Tiere erkranken häufig ohne äußerliche Erscheinungen, tragen aber den Erreger, ein Virus, in sich. Das Virus der Aujeszkysche Krankheit ist für den Menschen absolut ungefährlich, kann aber andere Haustiere befallen. In diesem Falle verläuft die Krankheit immer tödlich. Besonders gefährdet sind Fleischfresser, wenn sie zum Beispiel Fleisch, Blut oder Teile von Innereien von Wildschweinen bei oder nach der Jagd aufnehmen. Ein markantes Symptom ist extremer Juckreiz, der 2 bis 9 Tage nach Aufnahme von rohen Teilen von Schwarzwild. Wesensveränderungen, Verweigerung der Nahrungsaufnahme, Schluckbeschwerden (Speicheln), Lähmungserscheinungen und vereinzelt Aggressivität oder angstvolles Verhalten sind begleitende Krankheitszeichen. Eine Übertragung des Virus ist bei Beachtung einiger Grundregeln sehr selten, aber wie kürzlich geschehen, leider nicht unmöglich.

Hundeführer bei Jagden sollten unbedingt darauf achten, Kontakte von Jagdhunden mit Wildschweinen auf das Notwendigste zu beschränken. Ganz wichtig ist:

  • Keinen rohen Aufbruch oder rohes Fleisch von Schwarzwild an Hunde verfüttern.
  • Hunde vom Streckenplatz bzw. Aufbrechen fernhalten.
  • Kein Beuteln der erlegten Stücke zulassen.

Was müssen darüber hinaus Schweinehalter, die selbst Jäger sind, beachten?

  • Nicht mit Jagdbekleidung in den Stall gehen.
  • Kein Schwarzwild auf dem Betriebsgelände oder unmittelbarer Nähe des Stalles aufbrechen.
  • Besondere Vorsicht beim Zerwirken und Entsorgen der nicht verwertbaren Reste.
  • Möglichst kein Schwarzwild anderer Jäger in die eigene Wildkammer aufnehmen.

Hundehalter, die den Verdacht oder den Ausbruch der Aujeszkyschen Krankheit an ihrem Haustier befürchten, sollten umgehend das für sie zuständige Veterinäramt verständigen.

Kontakt für Rückfragen:

Landkreis Ludwigslust-Parchim
Andreas Bonin
Pressesprecher

03871 722-9203

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Anträge auf Entschädigung ASP

Der Bauernverbans MV läd am 15.01.2018 nach Linstow zu einer ASP-Informationsveranstaltung über Prävention und Maßnahmen im Seuchenfall ein.

Informationsveranstaltung - ASP am 15.01.2018

 

Die Anträge für die am 01. Dezember 2017 im Landtag beschlossene Aufwandsentschädigung für die Erlegung von Schwarzwild und für den Einsatz von Jagdgebrauchshunden bei revierübergreifenden Ansitzdrückjagden können unter den folgenden Links abgerufen werden. 

Antrag auf Gewährung einer Aufwandsentschädigung im Rahmen der ASP-Vorbeugung

Antrag auf Gewährung einer Aufwandsentschädigung für Jagdhunde

 

Die Verwaltungsvorschrift des Landwirtschafts-Ministeriums zu den beschlossenen Aufwandsentschädigungen findet Ihr unter folgendem Link:

Verwaltungsvorschrift zur Aufwandsentschädigung

 

 

Wildfolge

Pflicht zur Abgabe und Anzeige einer Wildfolgevereinbarung

Der § 31, Abs. 1 LjagdG MV lautet wie folgt:

„Die Jagdausübungsberechtigten benachbarter Jagdbezirke sind verpflichtet, innerhalb von drei Monaten nach der Entstehung neuer Jagdbezirke oder nach dem Wechsel eines Jagdausübungsberechtigten eine Wildfolgevereinbarung schriftlich abzuschließen und diese bei der Jagdbehörde anzuzeigen.“

Wer dieser Verpflichtung nicht nachkommt, begeht eine Ordnungswidrigkeit! Insofern ist die allgemeine Annahme, dass man nicht zwingend mit seinen Reviernachbarn eine Wildfolge vereinbaren muss, da sonst automatisch die gesetzliche Wildfolge in Kraft tritt, nicht richtig.
Ältere WFV bleiben davon unberührt, wenn bei einer Neuverpachtung keine neuen Jagdbezirke mit neuen Nachbarn entstanden sind und sie der UJB vorliegt.

Bei der Wildfolge können natürlich individuelle Regelungen getroffen werden. Der nachfolgende Link ist ein Muster vom Landesjagdverband MV.

Wildfolgevereinbarung

Jagdhunde von Anleinpflicht ausgenommen

Jagdhundeeinsatz in Sperrbezirken oder Beobachtungsgebieten

Gemäß § 56 Absatz 3 Satz 1 der Verordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest (Geflügelpest-Verordnung)
des Bundes gilt: "Wer einen Hund oder eine Katze hält, hat sicherzustellen, dass diese im Sperrbezirk oder
im Beobachtungsgebiet nicht frei umherlaufen". Ziel dieser Anordnung ist, dass Hunde und Katzen nicht
ohne Aufsicht im "freien Feld" unterwegs sind und ggf. infektiöses Material zu sich nehmen oder dieses in
Haus- und Wohnbereiche verbringen. Dies soll mögliche Infektionsketten zum Hausgeflügel und eine
Infektion von Hund und Katze an sich unterbinden.

Laut Mitteilung der obersten Jagdbehörde gilt Folgendes:
Jagdhunde sind während des jagdlichen Einsatzes von dieser Anleinpflicht ausgenommen!
Begründung:
Gemäß § 35 Abs. 1 LJagdG M-V sind bei jeder Such-, Drück- oder Treibjagd, bei jeder Jagd auf Schnepfen
oder Wasserwild sowie bei jeder Nachsuche auf Wild Jagdhunde, deren jagdliche Eignung (Brauchbarkeit)
die Landesjägerschaft bestätigt hat, in genügender Zahl mitzuführen und nur solche zu verwenden. Durch
ihre spezielle Ausbildung, Prüfung und Bestätigung der Brauchbarkeit stehen die Jagdhunde auch während
der Such-, Drück- oder Treibjagd unter ständigem Einfluss und Aufsicht des Hundeführers (sog. unsichtbare
Leine) und sie „laufen“ im vorg. Sinne nicht „frei umher".

Stand: 23.11.2016

Rauhaarteckel abzugeben

 

rauhaarteckel

Aus dem RT-Zwinger "Vom Bannenbrücker Forst" sind ab dem 02.09.2016 noch drei Rüden abzugeben. Alle drei stammen aus dem D-Wurf der jagdlichen Leistungszucht. Die Elterntiere verfügen über hervorragende Prüfungsergebnisse und sind im ständigen jagdlichen Einsatz. Die Welpen sind entwurmt, gechipt, geimpft und verfügen über Papiere des VJT.

Auf der Internetseite www.vom-bannenbruecker-forst.de sind weiterführende Informationen abrufbar.

Interessenten wenden sich bitte an:

Dr. rer. nat. Albrecht Weidermann
Johann-von-Altrock-Straße 17
17039 Sponholz
Tel.: 0395 7791326
eMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.vom-bannenbruecker-forst.de